Bilder und Berichte von Exkursionen

Besuch der Firma Müller Plastik in Kreuzberg

 

Wir hatten am Freitag, den 14.02. (Valentinstag) mit 19 Personen eine Besichtigung bei der Firma MPL - Müller Plastik GmbH - in Kreuzberg (Familienunternehmen in 2. Generation).

 

Wir wurden von dem Senior Elmar Müller und dem Geschäftsführer (seinem Sohn) Michael Müller ganz herzlich empfangen. In 3 Gruppen erfolgte dann durch Elmar Müller und 2 erfahrenen Mitarbeitern die Führung durch den großen Betrieb. Wir konnten so vom Eingangslager mit den zugekauften verschiedensten Kabeln über die Konfektion der Kabel (auf Maß ablängen, Anpassen der Kabelenden, Anspritzen der Stecker usw.) alle Arbeitsgänge genau kennenlernen. Es gibt einen eigenen Werkzeugbau, wo die kompliziertesten Werkzeuge auf dem Computer entwickelt und dann hergestellt werden. Seit einiger Zeit werden auch Ladekabel für Elektroautos, die weltweit vertrieben werden, in einer eigenen Halle produziert. Für die Lagerung der fertigen Kommissionen gibt es eigene Halle mit vielen Hochregalen für die Palettenware. Die meisten Auslieferungen zu den Kunden werden von der Spedition Schenker durchgeführt. Der große Kundenkreis befindet sich hauptsächlich in Europa, aber auch USA und China.

 

In der Produktion

 

Es werden z. Zt. ca. 190 Mitarbeiter beschäftigt, die in 2 Schichten arbeiten, so dass die Firma in der Lage ist, schnell, flexibel und individuell auf jeden Kundenwunsch einzugehen. Eine EDV-unterstützte 100 % Qualitätssicherung ist selbstverständlich. Zum Schluß wurde noch ein Film über die Gründung und Entwicklung des Unternehmens gezeigt.

 

Ein Teil der Besuchergruppe mit den Eigentümern vor dem Betrieb.

 

Herr Köster zeigte und erklärte uns die vormalige Nutzung des Werkgeländes durch das Kupfererzbergwerk "Danielszug" von Kupferberg mit anschaulichen Fotos. Das war für uns als Mitglieder des Geschichtsvereins eine ganz große Überraschung.

 

Der Ausklang fand dann in der Bauernschänke Gierse in Ente statt.

 

Günther Brochhaus

 

Besuch der Firma Krüger GmbH & Co. KG am 21.01.2020

 

Am 21.01.2020 erfolgte der Besuch bei der Firma Krüger GmbH & Co. KG in Bergisch Gladbach.

Es wurden 20 Personen zugelassen in 2 Gruppen à 10 Personen.

 

Die Führung im Hauptwerk übernahm Herr Christke. Bevor wir die Hallen betreten durften, mußten Schutzanzüge und Haarnetze übergezogen werden. In diesem Bereich wurde uns die Produktion von Instantprodukten wie Tee, Kakao usw. erklärt. Die Führung erstreckte sich über 2 Geschosse und war sehr aufschlußreich. Weiterhin berichtete Herr Christke über die Firmenstruktur, Niederlassungen und Mitarbeiterzahl.

 

Die Besuchergruppe des Geschichtsvereins vor der Firma Krüger

 

Die zweite Führung im K-fee-Bereich im Erdgeschoß der Hallen übernahm Herr Baumgardt. Hier konnten wir uns die Herstellung von Kaffeekapseln, Kaffeepulver, die Befüllung und Verpackung anschauen. Die Zuführung der Rohprodukte (Pulver) erfolgte aus riesigen Trichtern im Obergeschoß. Die gesamte Produktion ist computergesteuert. Auf riesigen Monitoren zeigte uns Herr Baumgardt den genauen Ablauf. Es werden ständig Proben genommen und aufbewahrt, damit stets einwandfreie Ware hergestellt wird.

 

Das ist kein Ärzteteam. sondern “wir” im Umkleideraum! Hygenie wird im Unternehmen groß geschrieben.

Leider war die zweistündige Führung viel zu kurz, um einen Gesamteindruck von den riesigen Ausmaßen dieser Firma zu erhalten.

 

Zum Abschied gab es für jeden Besucher einen Geschenkkarton mit tollen Überraschungen.

 

Der Abschluß dieser Veranstaltung fand bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Gaststätte “Zur Quelle der Strunde” in Herrenstrunden statt.

 

 

Günther Brochhaus

 

Wuppertal-Tour des GV Kürten 2021

 

Am Mittwoch, den 29. September 2021 fuhren 16 Teilnehmer (Mitglieder und Gäste) nach Wuppertal. Der evangelische Pfarrer Ralph Knapp aus der Delling hatte sich bereit erklärt, uns seine Vaterstadt zu zeigen. Eigentlich sollte diese Fahrt schon vor mehr als einem Jahr stattfinden, sie musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

 

Obwohl es fast die ganze Zeit regnete (Ralph Knapp: "Regen in Wuppertal ist normal!"), wurde es eine interessante Tour. Zunächst genossen wir die Fahrt mit der Schwebebahn. Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, in einem leicht schwankenden Abteil über der Wupper zu schweben und die Stadt und ihre Umgebung betrachten zu können. Die 13 km bewältigt die Bahn in einer halben Stunde. Schon 120 Jahre lang transportiert sie täglich zehntausende Menschen durch, oder besser gesagt, über die Stadt – und das (fast) ohne Unfälle.

 

Ralph Knapp gab uns eine fundierte Einführung in die Geschichte seiner Stadt und viele Informationen über die am Weg gelegenen Gebäude und Einrichtungen: das Stadion, die Bayerwerke, das Opernhaus, das Engelshaus, die Villenviertel an den Hängen und die reiche Bewaldung rundherum.

 

Dann führte uns Ralph Knapp durch die beiden Zentren im Tal, nämlich durch Elberfeld und anschließend durch Barmen. In Elberfeld betrachteten wir auf dem Weg z. B. den Hauptbahnhof, die City-Kirche, das von-der-Heydt-Museum, das Armenpflege-Denkmal, den Jubiläumsbrunnen, das ehemalige (neue) Elberfelder Rathaus und die Kirche St. Laurentius.

 

In Barmen sahen wir das Mahnmal zur Erinnerung an die Barmer Theologische Erklärung, die Gemarker Kirche und die Synagoge, den Stadt

Brunnen, der 1.000 Jahre Wuppertaler Stadtgeschichte darstellt, komponiert aus 30 Darstellungen historischer Ereignisse im Bergischen Land, und wiederum das Rathaus – diesmal das aktuell "in Betrieb" befindliche.

 

Beeindruckend die Vielfalt der Architektur. Von gewohnten Bergischen Fachwerkbauten, zum Teil verschiefert, über zahlreiche repräsentative Gebäude aus der Gründerzeit bis hin zu zahlreichen Häusern im Jugendstil, war alles zu bewundern. sogar einige Stationen der Schwebebahn sind im Jugendstil erhalten.

 

Neben ausführlichen Erläuterungen zu den "großen" Sehenswürdigkeiten zeigte uns unser Stadtführer aber auch die kleinen Besonderheiten am Rande, wie die ortstypischen Originale "Mina Knallenfalls" oder den "Zuckerfritz" und er gab auch manche Anekdote zum Besten.

 

Irgendwann waren wir des Laufens müde und allmählich auch hungrig und durstig. Da freuten sich alle Teilnehmer auf das Wuppertaler Brauhaus. In der angenehmen Atmosphäre des sehr ansprechend gestalteten ehemaligen Schwimmbads genossen wir deftige Speisen und das leckere lokale Bier. Vergessen waren Regen und Pfützen. Nach ausgiebigem Schmaus sparten wir uns weitere Fußwege und fuhren mit der Schwebebahn zum Parkplatz am Zoo und von dort dann mit den PKW nach Hause – um viele Eindrücke reicher und mit einem erweiterten Bild einer sehenswerten Stadt.

 

Das Gruppenbild der Teilnehmer entstand vor dem Jubiläumsbrunnen auf dem Neumarkt in Elberfeld, Im Hintergrund ist das ehemalige (neue) Elberfelder Rathaus zu sehen.

Besuch im „Haus der Geschichte“ in Bonn am 11. Februar 2022

 

Wussten Sie, dass die Währungsreform 1948 von den Amerikanern organisiert wurde und das die Deutsche-Mark-Scheine damals in Amerika gedruckt wurden und eine grosse Ähnlichkeit mit den Dollarscheinen der USA hatten. Oder dass 1989 bei einer Pressekonferenz Erich Schalck-Golodkowski vielleicht nur unter der permanenten Nachfrage nach dem „Wann die Grenze geöffnet würde“ eines italienischen Reporters sagte, dass dies ab sofort gelte und somit die Wiedervereinigung einleitete?

 

Viele Informationen aus der Deutschen Geschichte von1945 bis heute konnte, die aus diversen Gründen dezimierte Teilnehmerschar des Geschichtsvereins, beim Besuch von dem „Haus der Geschichte“ in Bonn erfahren. Mit dem Historiker Dr. Ulrich Burger, (in Bechen groß geworden) hatten wir einen Begleiter, der unter anderem auch die neuere Geschichte studiert hat und uns sehr viel interessantes Hintergrundwissen vermitteln konnte. Die Dauerausstellung im Haus der Geschichte wird fortwährend um die neueren Geschehnisse erweitert und ist immer einen Besuch wert.

 

Exkursion nach Marienheide

 

Besichtigung einer Lambach-Pumpe und der Wehrkirche in Müllenbach

 

 

Am 3. September 2022 fuhren 9 Vereinsmitglieder und Gäste des GV Kürten unter Leitung von Walter Fabritius nach Marienheide. Das erste Ziel der Exkursion war die Lambach-Pumpe, die der Verein "Lambach Pumpe Marienheide" mit viel Liebe und noch mehr Einsatz restauriert und in einem ehemaligen Pumpenhaus am Stadtrand von Marienheide nahe der Maschinenfabrik Rüggeberg aufgestellt hat. Sie ist wieder voll funktionsfähig.


In seinem Info-Flyer schreibt der Verein:

"Der Mühlenbauer Gottlieb Lambach in Marienheide erfand um 1890 eine Pumpe, die keine Fremdenergie (wie elektrischen Strom oder Treibstoffe) benötigte und jahrzehntelang zuverlässig funktionierte. Lambach-Pumpen brachten den Menschen in den ländlichen Bergregionen Mitteleuropas Trinkwasser direkt ins Haus, ein Fortschritt, der bis dahin nur wenigen Großstädten vorbehalten war.


Die Firma Wilhelm Lambach in Marienheide-Oberwipper (Wilhelm war der Sohn von Gottlieb) mit ihren zehn Mitarbeitern war schließlich in ganz Europa bekannt. Der Verein Lambach Pumpe Marienheide e.V. hat eine Pumpe restauriert, die von 1911 an bei Wiehl-Pergenroth stand und Marienhagen mit Trinkwasser versorgte. Die historische Lambach-Pumpe steht in einem ebenfalls historischen Pumpenhaus, um 1890 von der Reichsbahn gebaut zur Förderung von Wasser aus der Wupper (die hier noch „Wipper“ heißt) zum Wass erturm beim Bahnhof für die Betankung der Dampflokomotiven. Es ist nur wenige Meter entfernt von dem Ort, an dem die Pumpe vor über 100 Jahren entstanden war. Dort wird die Pumpe vorgeführt und ihre komplizierte und auf den ersten Blick geheimnisvolle Technik leicht verständlich erklärt"


Die Lambach-Pumpe ist eine Wasserpumpe, die ähnlich wie der hydraulische Widder die Energie des Wassers nutz. Im Gegensatz zum Widder arbeitet sie nicht mit der kinetischen Energie des Wassers, sondern mit der potentiellen Energie. Es wird nicht die Fließgeschwindigkeit, sondern der Wasserdruck ausgenutzt.


Lambachpumpen funktionieren als Druckübersetzer / Druckwandler. Viel Wasser mit geringem Druck fördert wenig Wasser mit großem Druck, was gleichbedeutend ist mit einer großen Förderhöhe. Eine druckdichte Rohrleitung führt der Pumpe von einer höher gelegenen Stelle eines Gewässers Wasser zu, das durch seinen statischen Druck einen Triebkolben mit großem Durchmesser aus einem Zylinder drückt. Ein fest am Triebkolben angebrachter Druckkolben mit kleinerem Durchmesser drückt dann das Förderwasser in eine Leitung zum Hochbehälter. Siehe hierzu nachfolgende Abbildung, die eine liegende, doppelt wirkende Pumpe mit den zwei einander gegenüberliegen Doppelzylindern zeigt.

 

Schema einer liegenden, doppelt wirkenden Lambach-Pumpe

 

Der Clou der Lambach-Pumpe – und damit die besondere Leistung von Gottlieb Lambach – ist ih-re raffinierte Steuerung über Ventile, die durch die Bewegung der Pumpe selber betätigt werden. Eine komplizierter Mechanismus mit Zahnrädern, Schubstangen, Anschlägen, Mitnehmern und einem sich überschlagenden "Hammer" sorgt für eine verläßliche Betätigung der Armaturen und den Bewegungswechsel der Kolben in die jeweils andere Richtung. Erst beim Betrieb der Pumpe wird die Wirkungsweise der nicht leicht zu durchschauenden Konstruktion deutlich.


Lambach-Pumpen erreichen einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 90 % und arbeiten sehr zuverlässig, da sie nur wenige bewegliche Teile haben und keine schnellen Bewegungen ausführen (Ein Förderzyklus kann eine Minute oder mehr betragen). Zudem sind sie robust und wartungsarm. Gelegentlich (einmal pro Woche) ein paar Tropfen Öl und nach Jahren die (relativ einfache) Erneuerung der Dichtungen reichen in der Regel aus. Daher können sie auch an abgelegenen Standorten ohne Probleme eingesetzt werden.

 

Die restaurierte Lambach-Pumpe in Marienheide vom Typ L380, liegend, doppelwirkend

 

Rund 300 Stück Lambach-Pumpen wurden insgesamt produziert. Die Förderleistung reichte je nach Modell von 30 bis 300 Kubikmeter je Tag. Die Verkaufspreise der Maschinen lagen in den 1930er Jahren laut Prospekten zwischen 3700 und 11300 RM (Reichsmark). Das Triebgefälle musste mindestens 2,5 m betragen, die Förderhöhe reichte bis 180 Meter. Als Maximalwert wurden 300 m angegeben. Je nach Typ wog eine Maschine zwischen 800 und 7800 Kilogramm. Die Gesamt-Wirkungsgrade der Wasserförderung dieser verschiedenen Maschinen lagen zwischen 50 und 90 %. Interessant ist ferner, daß jede Anlage individuell ausgelegt wurde (insbesondere die Durchmesser der beiden Kolben) entsprechend den vorhandenen bzw. angestrebten Werten für Triebwassermenge, Fördermenge, Zulaufhöhe und Förderhöhe.


Die gegenüber einem Widder deutlich höheren Kosten wurden in der Regel durch die hohe Zuverlässigkeit und den hohen Wirkungsgrad kompensiert.


Die in Marienheide gezeigte Pumpe ist eine liegende, doppelt wirkende Version (Typ L380), die von Wilhelm Lambach (weiter)entwickelt wurde und besonders häufig verkauft wurde.


Herr Frank Leisner, der Vorsitzender des Vereins "Lambach Pumpe Marienheide e.V." führt uns die Pumpe vor. Er erläutert zunächst ihre Funktionsweise und startet dann die Pumpe durch

 

Erläuterung der Funktionsweise der Pumpe durch den Vereinsvorsitzenden Frank Leisner

 

einfaches Öffnen des Zulaufventils. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Pumpe anläuft und die beiden Kolben sich fast geräuschlos gemächlich hin- und herbewegen. Ein Teil des geförderten Wassers wird nach draußen geleitet und treibt dort als optischen Blickfang ein kleines oberschlächtiges Wasserrad an. Der größte Teil des Wassers wird aber wieder der nahen Wipper zugeführt, aus der auch das Triebwasser einige zehn Meter oberhalb des Pumpenhauses abgeleitet wird.

 

Das von der Pumpe geförderte Wasser treibt ein vor dem Pumpenhaus aufgebautes Wasserrad an
Die Wehrkirche in Müllenbach mit dem massiven Turm

 

Nach dieser sehr anschaulichen Demonstration einer Lambach-Pumpe fahren wir weiter nach Müllenbach, einem ehemals eigenständigen Örtchen, das heute zur Stadt Marienheide gehört. Dort empfängt uns Frau Sonja Denke, die Küsterin der Wehrkirche, die zu den "Bonten Kerken" des Oberbergischen zählt und seit Jahrhunderten der Evangelischen Gemeinde Müllenbach als Gotteshaus dient. Sie führt uns durch die Kirche und berichtet aus der Geschichte des Ortes und der Kirche.

 

 

 

Die Küsterin der evangeli-
schen Kirchengemeinde Mül-
lenbach, Frau Sonja Denke,
erläutert die Baugeschichte
und die Besonderheiten der
Wehrkirche.


Deutlich zu erkennen die
wuchtigen Mauern im roma-
nischen Teil des Kirchen-
schiffes.

 

Der Ort "Mulenbeke" wird 1174 erstmals erwähnt. Grabungsfunde deuten aber auf eine erste Besiedlung schon im 9. Jh. hin.

 

Zur Kirche heißt es in Wikipedia: "Die evangelische Wehrkirche in Müllenbach ist in ihrer westfälisch-sächsischen Bauart eine Wehrkirche alter Art, in der die Menschen aus dem Dorf und der Umgebung bei Not und kriegerischen Ereignissen Zuflucht suchten. Von Form und Baustil her handelt es sich um eine dreischiffige romanische Kleinbasilika, wobei der Grundriss des Gotteshauses die typische Form eines Kreuzes zeigt."

 

Unsere Führerin erläutert aber, daß zunächst der Turm der Kirche als festes Gebäude, aus vor Ort gebrochener Grauwacke errichtet wurde. Etwa 1097 fertiggestellt, diente er als nicht brennbares Schutzbauwerk, aber weniger den Menschen, sondern hauptsächlich für Saatgut. Für den Fall, daß kriegerische Horden einfielen und den umliegenden Bauern alles Eßbare abnahmen und ihr Hab und Gut verbrannten, hatten sie wenigstens im nächsten Frühjahr Saatgetreide für die neue Aussaat. Initiatoren für die Errichtung von Turm und Kirche mögen die Herren von "Möllenbicke" gewesen sein, die in der nahe gelegenen Burg residierten, die aber längst verschwunden ist.

 

Das Innere der Kirche mit Altar, Kanzel und Orgel hinter dem gotischen Querschiff
Eine der wenigen verbliebenen Ausmalungen der Kirche: Der heilige Franziskus empfängt im vorgerückten Alter die Wundmale Christi (sogenannte Stigmatisation)

 

Die Kirche wurde in späterer Zeit mehrfach erweitert und umgebaut. Daher rühren z. B. das gotische Gewölbe im Hauptschiff, das im Verhältnis zur Gesamtgröße der Kirche ziemlich große Querschiff und die beiden Seitenschiffe.


Die Kirche. wurde wie eine Reihe weiterer Kirchen im Umkreis ausgemalt, um dem einfachen Volk, das nicht lesen u. schreiben konnte, die Ereignisse aus der Bibel oder aus dem Leben von Heiligen nahezubringen. Leider sind nur noch wenige dieser Darstellungen erhalten. Andere fielen einem allzu strengen Denkmalschutz zum Opfer und wurden übertüncht.


Erwähnenswert sind ferner der achteckige Taufstein aus Drachensfelstrachyt (13. Jh.) und vor allem die "Zuckerhutglocke" – so genannt wegen ihrer Form. 1050 gegossen – also älter als die Kirche selbst, ist sie die älteste Glocke im Ober-
bergischen. Sie stammt vermutlich aus einem hölzernen Kapellen-Vorgängerbau der Kirche. 

 

Um die Kirche erstreckt sich der ehemalige Kirchhof, der als Zeugen für die hier stattgefundenen Beerdigungen noch zahlreiche Grabkreuze aus dem 17. – 19. Jh. aufweist.

Eines der alten Grabkreuze aus Sandstein. Dieses stammt aus dem Jahr 1625.

 

Eine sehr interessante Exkursion ging zu Ende. Leider mußte der geplante gemütliche Abschluß in einem nahe gelegenen Restaurant-Cafe ausfallen, da es noch nicht geöffnet hatte.

 

Hinweise:

Als Informationsquellen wurden außer den Erläuterungen der Führer Beiträge aus dem Internet (Wikipedia, Stadtinformationen etc.) benutzt.


In der Rubrik "Filme u. Videos" ist die Lambach-Pumpe in Funktion zu sehen.

 

 

Autor: Kunibert Förster

 

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