Aktuelles

Das Jahresprogramm 2023 ist da

 

Hier unter "Aktuelles" finden Sie über das ganze Jahr jeweils die nächsten zwei Veranstaltungen und

hier können Sie unser vollständiges Jahresprogramm als Flyer downloaden.

 

 

Das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe finden Sie unter "Veröffentlichungen"

Und zum Abschluss noch ein Hinweis

Von den Kürtener Schriften ist auch Band 12 noch erhältlich

 

Sie suchen etwas für einen Kürtener oder einen lieben Mitmenschen aus der Umgebung, der aus einem besonderen Anlaß von Ihnen mal was anderes, ausgefallendes erhalten soll?

 

Warum nicht auch ein Exemplar des Bandes Nr. 12 der Kürtener Schriften.

 

Erhältlich bei

 

- Bücher Wolf in Kürten

- und über den Schriftführer des Geschichtsvereins, Norbert Grothoff

 

Ein Inhaltsverzeichnis und eine kleine Leseprobe finden Sie hier auf unserer Seite Veröffentlichungen. 

Historisch bedeutsames Wegekreuz in Biesfeld-Lenzholz

 

Im Zuge der Errichtung einer Stele im Bereich der Eisenerzgrube „Katharina-Glück“ in Biesfeld-Lenzholz berichtete unser Mitglied des Geschichtsvereins Frau Ute Jülich von der Existenz eines Wegekreuzes, das bei Janni und Karl-Josef Schätzmüller eingelagert ist. Dies war der entscheidende Hinweis auf ein seit längerem vermisstes Wegekreuz. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte Werner Lüghausen über das Wegekreuz berichtet, siehe auch gemaltes Bild1.

 

Das Wegekreuz stand ursprünglich auf der linken Seite am Wanderweg von Biesfeld-Lenzholz nach Dürscheid-Steeg gegenüber dem Haus von Janni und Karl-Josef Schätzmüller. Es erinnert an eine Familie Wendeler aus Köln-Mülheim (mit Verwandtschaft in unserer Region), die sich im zweiten Weltkrieg hier in Lenzholz in einem Eisenbahnwagon vor den Nazis versteckte und aus Dankbarkeit für das Überleben kurz nach dem Krieg dieses Wegekreuz errichtete. Infolge der Bautätigkeit im Bereich des Standortes wurde das Kreuz in ca. 100 m Entfernung in Richtung Dürscheid-Steeg neu aufgestellt. Nach einer vorsätzlichen Beschädigung des Kreuzes am neuen Standort wurde das Wegekreuz entfernt und stand seit ungefähr 20 Jahren im Stall vom Janni und Karl-Josef Schätzmüller.

 

Wegen der Zukunft des Wegekreuzes wandten sich Janni und Karl-Josef Schätzmüller an den Geschichtsverein. Dabei kam zum Ausdruck, dass großes Interesse an einer Wiederaufstellung des Wegekreuzes besteht. Eine neue Aufstellfläche des Wegekreuzes neben ihrem Haus solle zur Verfügung gestellt werden. Dem Ehepaar Schätzmüller gebührt ein besonderer Dank für die Rettung des Wegekreuzes nach der erfolgten Beschädigung. Insbesondere auch, weil sie alles getan haben, das Kreuz und seine Teile über einen langen Zeitraum in geschützter Umgebung in einem guten Zustand zu erhalten. Teilweise erfolgten auch Reparaturen. Eine Wiederaufstellung blieb wohl immer im Fokus. Das ist sicherlich ein ungewöhnlicher Vorgang zum Erhalt eines historischen Wegekreuzes.

 

Die Wegekreuze in unserer Gemeinde stammen vorwiegend aus dem vorletzten Jahrhundert und wiesen für deren Errichtung einen bestimmten Grund für die damalige Zeit auf. Das betroffene Wegekreuz stammt dem gegenüber aus dem letzten Jahrhundert und spricht einen konkreten Grund aus der Zeit der Gewaltherrschaft des dritten Reiches an.

Der Geschichtsverein nahm sich der Sache an und der Vorstand entschied, eine Wiederaufstellung in eigener Regie vorzunehmen. Das Wegekreuz wurde mit einem neuen Anstrich versehen. Am neuen Standort, unmittelbar neben der Stele für die Beschreibung der Eisenerzgrube „Katharina Glück“, wurde im Oktober 2022 ein Betonfundament durch die Firma Pütz GaLaBau eingebracht. Die Halterung und Befestigung des Kreuzes fertigte die Overater Firma Günter Hasberg. Ebenso wurde die Montage durch Günter Hasberg, wohnhaft in Kürten-Miebach, erledigt. An dieser Stelle sei der Firma Hasberg für ihre unentgeltliche Tätigkeit gedankt.

 

Kürten, Oktober 2022, Geschichtsverein, Ansprechpartner: Hans Reck und Kunibert Förster

 

 

 

1 Werner Lüghausen: Wegekreuze in der Gemeinde Kürten, 137 Kreuze erforscht, gemalt und beschrieben, Seiten 191/192.

Ansicht des neu aufgestellten Wegekreuzes in Biesfeld-Lenzholz  

Ansicht des Wegekreuzes zusammen mit der Stele der Eisenerzgrube „Katharina-Glück“

Wallanlage „Burgring“ in Kürten-Sürth

 

Mit einer Anfrage des Geschichtsvereins an den Landschaftsverband Rheinland (LVR), Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Overath, zu Informationen über die Wallanlage „Burgring“ in Kürten-Sürth wurde der erste Kontakt hergestellt. Das hatte wohl das Interesse des LVR geweckt. Es kam zu einem Besuch des Leiters der Außenstelle im Juni 2021 in Anwesenheit von Vertretern der unteren Denkmalbehörde der Gemeinde Kürten und des Geschichtsvereins. Die im Wald vorhandenen Wälle wurden besichtigt und mögliche Grabungsschnitte erörtert. Zwei Bodenproben wurden aus der vorgelagerten Wiese entnommen. Der Vertreter des Geschichtsvereins wurde gebeten, eine Fotodokumentation zur Gesamtanlage zu erstellen.

 

Die Besitzer der Grundstücke des „Burgrings“ wurden durch die Gemeindeverwaltung und den LVR informiert. Nachdem die Besitzer ihr Einverständnis zu weiteren Untersuchungen gegeben hatten, kündigte der LVR eine großflächige geophysikalische Messung auf der den Wällen vorgelagerten Wiese für März 2022 an. Die Messungen wurden am 28./29. März 2022 durchgeführt. Das Messteam bestand aus vier Personen. Mit einem vier Meter breiten Wagen, an den die Messsonden im Abstand von 50 cm montiert waren, wurde die Fläche abgefahren. Die vom LVR in senkrechter Richtung zur Bodenoberfläche angewandte magnetische Messmethode beruht auf Messungen des Erdmagnetfeldes. Dabei wird die Feldstärke dieses Magnetfeldes als Bezug und als Mittelwert verwendet um Abweichungen messen und dokumentieren zu können. Abweichungen sind mögliche im Boden befindliche Strukturen oder Anomalien, die bis zu einer Tiefe von etwa einen Meter recht gut detektiert werden können. Die aufgenommenen Messergebnisse wurden per Laptop gespeichert und vom LVR ausgewertet. Es wurden keine Befunde im Boden, die auf Anomalitäten schließen lassen, festgestellt.

 

In einem weiteren Schritt ist es denkbar, die im Wald befindlichen Wälle zu untersuchen. Über Art und Weise liegen hierzu noch keine weiteren Informationen vor. Die Gemeindeverwaltung und auch der Geschichtsverein sollen einbezogen werden.

 

Ansprechpartner: Geschichtsverein Kürten: Hans Reck; untere Denkmalbehörde der Gemeinde Kürten: Karin Wette, Elke Keienburg; Landschaftsverband Rheinland (LVR), Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Overath, Dr. Jens Berthold

 

Ringwall „Burgring“ in Kürten-Sürth

Magnetometer im Aufbau

Justieren der Messsonden in senkrechter Richtung (Abstand vom Boden)  

Stelen an historischen Stätten in der Gemeinde Kürten

 

Vielen Bürgern der Gemeinde Kürten sind Stelen mit aufgeschraubten Hinweisschildern an historischen Stätten in Bechen, Biesfeld, Dürscheid, Kürten und Offermannsheide bereits aufgefallen.

 

Hier war der Geschichtsverein Kürten maßgeblich eingebunden. In Olpe waren bereits in den letzten Jahren Stelen in Eigenregie aufgestellt worden. Am Vorbild Olpe wurden in den Jahren 2020/2021 auch in den restlichen Kirchdörfern jeweils sechs Stelen aufgestellt. Dieses Vorhaben kam durch das übergreifende Zusammenwirken der Interessengemeinschaften (IG‘s) Bechen, Biesfeld, Dürscheid und Kürten sowie des Geschichtsvereins Kürten zustande. Für Bechen war noch die dortige Bürgerstiftung beteiligt. In Offermannsheide gab es keine Interessengemeinschaft. Spontan erklärte sich der Geschichtsverein Kürten bereit, die anstehenden Aufgaben zu übernehmen. Von den Beteiligten mussten die Standortfragen geklärt sowie die Erlaubnisse der Grundstückseigentümer für die Aufstellung der Stelen eingeholt werden. Für denkmalgeschützte Objekte mussten Genehmigungen durch die Denkmalbehörde der Gemeinde Kürten erteilt werden. Für die Erstellung der Texte auf den Schildern der Stelen, sowie für die detaillierten Beschreibungen der historischen Stätten war der Geschichtsverein Kürten verantwortlich. Die Beschreibungen sind von den Schildern durch das QR-Verfahren1 von der Homepage des Geschichtsvereins zentral abrufbar. Finanziert wurde das Projekt durch „Heimatscheck NWR“ verbunden mit Eigenmitteln der Beteiligten. Die notwendigen Arbeiten wurden durch die Firmen Metallbau Stienen (Stelenkörper) Gravuren Lieth (Schilder) und Pütz GaLaBau (Betonfundamente, Aufstellung) durchgeführt.

 

Als Beispiel für die Aufstellung von Stelen zeigen die folgenden Bilder die St. Maternus-Kapelle in Bechen-Schnappe (links) und Gut Cleverhof in der Nähe von Offermannsheide (rechts)

1 Quick Response auch Quick Reading

St. Maternuseck
Gut Cleverhof

 

Die detaillierten Beschreibungen sind unter „Historische Objekte in der Gemeinde Kürten“ auf dieser Homepage zu finden.

 

Ansprechpartner: Stefanie Kurth für die IG’s und Hans Reck für den Geschichtsverein

07/2022

Hydraulischer Widder am Kürtener Rathaus

 

Am Ufer der Sülz, direkt neben der Einfahrt zu den Parkgaragen des Kürtener Rathauses steht auf einem Basaltkegel ein hydraulischer Widder als Mittelpunkt einer neu geschaffenen „Sülzterasse“. Eingefriedet von Buchenhecken, Pflanzungen und älteren, hochstämmigen Bäumen lädt hier eine Parkbank zum Verweilen ein.

 

Dieser Widder, eine ohne Fremdenergie betriebene Wasserpumpe diente ehemals zur Wasserversorgung in Kürten-Oberkollenbach. Er stand ursprünglich in einem Schutzhäuschen ca. 500 m südlich des Ortes in einem Siefen im Westerbachtal, einem Nebental des Kollenbaches. Das Wasser wurde aus dem Siefen in einen Hochbehälter oberhalb des Ortes zur Versorgung von Mensch und Vieh hoch gepumpt. Der Widder war bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb.

 

Danach geriet er in Vergessenheit bis Hinz Müller aus Kürten-Waldmühle den Widder in den 1980er Jahren erwarb, aufarbeite und an seinem Haus wieder aufstellte. Nach dem Tod von Hinz in 2010 wurde der Widder an einen unbekannten Sammler verschenkt. Nachforschungen des Geschichtsvereins über den Verbleib bzw. Wiederbeschaffung des Widders blieben lange erfolglos.

 

Dann kam der Zufall zur Hilfe; der Sammler, wohnhaft in Oberodenthal, meldete sich bei Ute Jülich im Archiv des Geschichtsvereins. Nach mehreren Besuchen und Gesprächen war der Sammler bereit, den Widder dem Geschichtsverein zu überlassen, jedoch mit der Bedingung, den Widder an einer markanten Stelle in unserer Gemeinde aufzustellen. Nun musste ein Standort gefunden werden.

 

Die Gespräche mit Bürgermeister Heider und Vertretern des Geschichtsvereins ergaben eine Einigung zum Standort für den Bereich des Rathauses. Nachdem die Finanzierung des Projektes durch die Gemeindeverwaltung nicht machbar war, wurde seitens des Geschichtsvereins der Verein „Leader Bergisches Wasserland“ herangezogen.

 

Zur Ausführung des Projektes wurde die Interessengemeinschaft (IG) Kürten mit ins Boot geholt. Die IG Kürten sorgte für die Planung und Ausführung der Fläche; der Geschichtsverein übernahm die Renovierung des Widders sowie die Erstellung der Texte für Beschilderung und detaillierte technische Beschreibung. Sowohl der Geschichtsverein als auch „Leader Bergisches Wasserland“ über die IG Kürten steuerten Eigenmittel zum Aufbau der Anlage bei. Nach der Fertigstellung des Projektes erfolgte am 11. November 2021 in Anwesenheit der Beteiligten die Einweihung.

 

Die detaillierte technische Beschreibung ist unter „Historische Objekte in der Gemeinde Kürten“ auf unserer Homepage hier zu finden.

 

Ansprechpartner: Geschichtsverein: Hans Reck, IG Kürten: Stefanie Kurth, Tobias Garstka

 

 

Einweihung des Widders am 11. November 2021: von links nach rechts: Bürgermeister Willi Heider, Tobias Garstka, Stefanie Kurth (beide Interessengemeinschaft Kürten), Bernd Weber, Rainer Stahlke, Hans Reck , Kunibert Förster (alle Geschichtsverein Kürten),

Unsere Veranstaltungshinweise

Jahresprogramm 2023:

 

Hier finden Sie die jeweils nächsten zwei Veranstaltungen aus unserem Jahresprogramm.

 

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit das komplette Jahresprogramm als Flyer von unserer Seite "Downloads" hier anzuschauen und herunterzuladen. 

 

 

Samstag 21.01.2023                         Ortsarchiv des Kürtener Geschichtsvereins Tag der offenen Tür

 

Treffpunkt:                                         Altes Rathaus in Kürten, Karl-Heinz-Stockhausen-Platz

Zeit:                                                    10 – 17 Uhr, Info über Archiv-Bestand (Bücher, Chroniken, Bilder etc.), Verkauf von GVK-                                                                          Publikationen

Kostenbeitrag:                                   frei

Anmeldung:                                       nicht erforderlich

Info:                                                    Ute Jülich, Tel. 02207-8470771

 

 

Freitag 10.02.2023                            Besuch der Fa. Aslan in Untereschbach-Oberauel

 

Treffpunkt:                                         Spitze, P an Jakobuskapelle

Zeit:                                                    09:30 Uhr

Abfahrt:                                              Fahrgemeinschaft (Mitfahrer Kostenbeitrag)

Führung:                                            10 -12 Uhr;

Kostenbeitrag:                                   frei

Teilnehmer:                                        max. 15 Personene, anschl. Einkehr geplant

Anmeldung:                                       bis 27.01. bei Günther Brochhaus Tel. 02204-62006 oder E-Mail: broctrom@gmail.com

 

 

"Dä Schwaadklub"

 

Der Stammtisch des Geschichtsverein Kürten

findet jeden 2. Mittwoch im Monat

um 16 Uhr

 
im Gasthaus "Zur Post" in Biesfeld.

statt.

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen!

 

 

Der Schwaadclub trifft sich das nächste mal am 08. Februar 2023.

 

Je nach Witterung im Innen- oder Außenbereich, unter den dann evtl. noch/wieder gültigen COVID Bedingungen.

 

Das Thema ist diesmal:  wird nachgereicht

 

Wir freuen uns auf viele gutgelaute Teilnehmer.

 

 

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Druckversion | Sitemap
© Geschichtsverein für die Gemeinde Kürten und Umgebung e.V.