Geschichte und Tradition der Bergischen Kaffeetafel


Elisabeth Coester



Am 17. Oktober hatten wir zu einer Zusatzveranstaltung ins Landhaus Fuchs eingeladen: Der Solinger Heimatforscher und Autor Olaf Link war bei uns zu Gast.

In einem interessanten Vortrag beschrieb er die Ess- und Trinkgewohnheiten im Bergischen Land. Alkohol war wesentlicher Bestandteil der Mahlzeiten. Insbesondere Branntwein spielte im 17. Jahrhundert eine große Rolle. Zugleich gewann Kurfürst Jan Wellem durch seine österreichische Frau, eine Schwester des Kaisers, Einblick in die Kaffeehaustradition.

Während es zum Thema Alkohol im 19. Jahrhundert zwei gegensätzliche Positionen gab, mahnende Stimmen auf der einen Seite und Menschen auf der anderen Seite, die nach dem Motto:  Fusel und Bier, das ist mein Pläsir lebten,  war der Kaffee hierzulande immer noch weitgehend unbekannt. Nur der Muckefuck hatte  sich durchgesetzt. Doch nach und nach breitete sich der Bohnenkaffee auch im Bergischen aus.

Im Jahr 1811 eröffnete schließlich in Elberfeld ein Kaffeehaus, das wie auch die Nachfolger in erster Linie Treffpunkt für den begüterten Adel und das Bürgertum war. Hier bildeten sich auch erste Lesegesellschaften.

Leider war Frauen der Zutritt untersagt, so dass diese zu Hause zu gemeinschaftlichen Kaffeetafeln zusammenkamen.

Nach dem ersten Weltkrieg erlebte die Bergische Kaffeetafel eine Blütezeit. Ergänzt wurde das Angebot u.a. durch Schwarzbrot, Milchreis und die Burger Brezel. Die Dröppelminna durfte natürlich auch nicht fehlen. Sie tauchte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf und diente zum Warmhalten des Kaffees.

Nach diesem interessanten historischen Einblick servierte Herr Fuchs  die Bergische Kaffeetafel, die nun besonders gut schmeckte.

In einer geselligen Runde klang der Nachmittag aus.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Olaf Link für sein Kommen und die Einführung.


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